Das Projekt “Ein kartografisches Archiv des chilenischen Exils in Baden-Württembergverfolgt das Ziel, das kollektive Gedächtnis und die Erinnerung an die Geschichte der Solidarität zwischen Chile und (West-)deutschland, insbesondere in Baden-Württemberg, zu fördern und zu bewahren. Im Zentrum des Archivs, das aufgebaut werden soll, stehen Dokumente von Personen und deren Biografien, die die Solidarität zwischen Chilenen und Deutschen in Baden-Württemberg veranschaulichen. Es handelt sich hierbei um ein Netz von Autorinnen und Autoren, deren unterschiedliche Lebensgeschichten von Exil und Aufnahme im Ausland miteinander verbunden sind. Durch die enge Zusammenarbeit von chilenischen und deutschen Künstlern, die sich im Laufe der Zeit etablierte, entstanden viele Kunstwerke. Diese Werke und weitere Dokumente sollen für die Öffentlichkeit und weitere Forschung erschlossen und vor dem Vergessen bewahrt werden.

Von Seiten der Militärdiktatur wurde nach dem Putsch von Augusto Pinochet 1973 angestrebt, zahlreiche chilenische und ausländische Staatsangehörige verschwinden zu lassen. Auch wurden Unzählige in geheime Gefängnisse gesperrt und gefoltert. Überlebten sie den Gefängnisaufenthalt, wurden viele gezwungen, das Land zu verlassen. Westdeutschland war eines der Länder, die eine gewichtige Anzahl chilenischer Exilanten aufnahmen, unabhängig von ihrer politischen Orientierung und/oder Zugehörigkeit. Es gab zahlreiche Menschen, Institutionen und Organisationen, die sich für den Kampf um die Menschenrechte einsetzten und Strukturen für die Aufnahme der Exilanten schufen, zum Beispiel Amnesty International, die evangelische und die katholische Kirche und Universitäten.

Das Archiv-Projekt wurde von der chilenischen Künstlerin und Literaturwissenschaftlerin Verónica Troncoso konzipiert. Die Stiftung Menschenrechtsbildung unterstützt das Projekt durch Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit und fachlich-inhaltliche Beratung. In einer ersten Phase geht es um die dringende Sicherung von Archivgut. Dafür fallen Kosten für Reisen und die Digitalisierungstechnik an. Bis zum Frühjahr 2021 werden 2.500 Euro benötigt.

Spendenkonto:

Bündnis Menschenrechtsbildung e.V.

IBAN: DE14 6309 0100 0130 8510 00
BIC: ULMVDE66XXX
bei der Volksbank Ulm-Biberach eG

Kennwort: Archiv-Projekt