Seit September 2016 ist der “Rollende Infostand” unterwegs – bei rund 130 Veranstaltungen im Jahr. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die das Pilotprojekt möglich gemacht haben! Für die zweite Phase des Projekts benötigen wir jedoch weiter (dringend) Spenden.

Wir sind mit Freunden von Amnesty International, dem Behandlungszentrum für Folteropfer und anderen Ehrenamtlichen regelmäßig unterwegs, um Menschenrechtsbildung zu machen. Für jede Aktion in Fußgängerzonen oder in Schulen, bei Vorträgen, Sportveranstaltungen und Versammlungen bauen wir einen Stand mit Info-Material auf, um zum Beispiel auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und um für Unterstützung zu werben. Das Material wird immer wieder neu zusammengestellt, ein Auto muss organisiert werden und nach der Veranstaltung muss alles wieder ausgeräumt werden. Das kostet viel Zeit. Zeit, die gerade ehrenamtliche Helfer in diesem Umfang nicht immer aufbringen können oder wollen. Um dieses Zeitproblem zu lösen und hierdurch noch öfter Infostände durchführen zu können haben wir das Konzept eines “Rollenden Infostands” entwickelt – ein Pilotprojekt für ganz Deutschland.

Pilotprojekt heißt, dass wir nach erfolgreicher Projektphase von etwa drei Jahren den “Rollenden Infostand” künftig als Dauereinrichtung bei Amnesty International einführen wollen.

Nicht nur in und um Ulm stehen engagierte Ehrenamtliche regelmäßig in einer Fußgängerzone und sammeln Unterschriften, um Menschenrechtsverletzungen zu verhindern oder zu stoppen. In ganz Deutschland engagieren sich Leute ehrenamtlich und opfern ihre Freizeit für die Verbesserung der Menschenrechtslage. In ganz Deutschland zeigt sich also ein Optimierungsbedarf: sinkt der Aufwand, Infostände aufzubauen, so steigt letztlich die Anzahl durchgeführter Aktionen und hierdurch wiederum die Anzahl der Unterstützer. Aus diesem Grund möchten wir demonstrieren, dass sich die Anschaffung eines solchen rollen Infostands gleich aus mehreren Gründen lohnt: durch die gesteigerte Öffentlichkeitsarbeit durch die Werbung auf dem Rollenden Infostand und durch die gesteigerte Effizienz beim Durchführen von Aktionen, Veranstaltungen und Infoständen.

Erste Phase des Projekts

Dank der Unterstützung durch zahlreiche Privatspenden konnten wir die Kosten eines Ford Galaxy aufbringen, den wir kostengünstig für 1.500 EUR erwerben konnten. Ihn haben wir zu einem “Rollenden Infostand” umgebaut. Er ist dauerhaft mit Info-Material und mit einem ausklappbaren Tisch ausgestattet sowie prominent sichtbar mit Werbung beklebt. Die laufenden Kosten können wir weitestgehend über die Abrechnung von Kilometergeld bei Veranstaltungen abrechnen. Das Ziel ist, auch kurzfristig ohne großen Aufwand zu einer Veranstaltung zu fahren oder schnell einen Infostand in der Fußgängerzone aufzubauen. Es gibt keinen Stress mit Ein- und Ausräumen, man kann nichts Wesentliches vergessen und auch mal allein eine Veranstaltung wahrnehmen. Außerdem ist das Auto eine Dauerwerbefläche für die beteiligten Organisationen und dient unserer Spenden- und Mitgliederwerbung. Als Plakatwand erregt der Rollende Infostand viel Aufmerksamkeit – mehr als wir erhofft hatten.

Bilanz nach einem halben Jahr:

In seinem ersten Halbjahr war der “Rollende Infostand” insgesamt rund 11.000 Kilometer für Amnesty International, das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm (BFU) und die Stiftung Menschenrechtsbildung unterwegs. Dabei wurde es zur Schonung nicht für lange Strecken verwendet, sondern nur für Veranstaltungen in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz:

  • 38 Veranstaltungen Erwachsenenbildung inkl. FSJ/BFD- Ganztagsseminaren für DRK, BRK, Caritas, Diakonie, Wohlfahrtswerk, Int. Bund, Volkshochschulen, Ev./Kath. Bildungswerke etc. (mit ca. 1.300 Teilnehmer/innen)
  • 6 Kulturveranstaltungen (mit ca. 600 Teilnehmer/innen)
  • 8 Schulbesuche (mit ca. 400 Teilnehmer/innen)
  • 22 Materialtransporte für Aktionen und sonstige Veranstaltungen
  • 8 Infostände (davon 5 im Rahmen von Schulbesuchen)
  • 25 Arbeitstreffen mit anderen Organisationen (z.B. Caritas, BFU, Welthaus, DRK)

Als Rollende Plakatwand funktioniert der “Rollende Infostand” noch besser als gedacht. Er erregt Aufmerksamkeit im Verkehr, auf großen Parkplätzen bleiben Passanten/innen stehen, gelegentlich wird man angesprochen („Ey, macht ihr ‘ne Aktion hier? Kann ich mitmachen?“).

Zum Vergleich: Eine einzige Großplakatwand kostet pro Halbjahr im Durchschnitt je nach Standort ca. 1.500 Euro (Vorstadt), 6.200 Euro (Verkehrsreiche Straße) oder 8.200 Euro (Innenstadt).

Ausstattung

  • ausziehbarer Tisch  (2,0 x 0,64 Meter) mit Fächern für Flyer, Broschüren, Hefte und Bücher, fertig mit den wichtigsten Materialien bestückt
  • Kleidung für das Standpersonal: T-Shirts, Jacken, Caps mit Amnesty-Logo
  • Zusatz-Tisch und Plakatwand/Stellwand für lokale Aktionen
  • Roll-Up für  das Zweckspendenprojekt von Amnesty International Deutschland
  • Rundum-Beklebung des Fahrzeuges als Blickfang
  • 4 leicht aufzubauende Fahnen als zusätzlicher Blickfang
  • Laptop für Präsentationen
  • Beleuchtung für dunkle Winternächte

Zweite Phase des Pilotprojekts

Zunächst benötigen wir dringend weitere Spenden. Der TÜV steht an und damit eine Reihe von Reparaturen. Das Spendenkonto finden Sie unten – sämtliche Spenden können steuerlich geltend gemacht werden. Falls Sie beispielsweise einen Spitzensteuersatz von 42 % haben,  heißt das, dass Sie von einer Spende über 100 EUR über die Lohnsteuererklärung 42 EUR wieder erstattet bekommen.

In den weiteren zwei Jahren werden wir den Rollenden Infostand vermehrt für Infostände einsetzen, um hiermit wie gehabt für die Stiftung Menschenrechtsbildung, das Behandlungszentrum für Folteropfer Ulm und Amnesty International zu werben – und natürlich, um über die Menschenrechte zu informieren. Hierzu wollen wir vermehrt auch in Städte in der Region Ulm gehen, in welchen es noch keine Amnesty-Gruppen gibt – mit dem Ziel, dort welche zu gründen.

Durch die gewonnen Erkenntnisse über die Effizienz und den Nutzen eines Rollenden Infostands wollen wir dieses Prinzip als Dauereinrichtung bei Amnesty International etablieren, so dass auf begründeten Antrag bestimmte Bezirke (insbesondere solche wie Ulm, die sich über ein sehr großes Gebiet mit vielen kleineren Städten erstrecken) einen eigenen Rollenden Infostand anschaffen dürfen – finanziert durch Amnesty. Hierdurch erhoffen wir uns durch die ausgebaute Präsenz einen starken Mitgliederwachstum, der sich vor allem durch die Gründung weiterer Gruppen in kleineren Städten zeigen soll.

Spendenkonto

Bündnis Menschenrechtsbildung e. V.
Volksbank Ulm-Biberach
IBAN: DE14 6309 0100 0130 8510 00
BIC: ULMVDE66

Verwendungszweck: “Rollender Infostand”.

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