Vortrag und Autorenlesung aus dem Buch “Schlaglicht” (Edition Kettenbruch)
Referent: Reiner Engelmann, Schriftsteller
15. Februar 2018, 18:30 Uhr
im Forum der Volksbank Ulm-Biberach,
Olgaplatz 1, 89073 Ulm
Eintritt frei

veranstaltet von der Stiftung Menschenrechtsbildung in Kooperation mit Amnesty International Ulm/Neu-Ulm

Der Schokoladenkonsum in unseren Breiten ist sehr hoch, und gerade in der Vorweihnachtszeit steigt er noch beträchtlich an. Aber wissen wir auch, woher die Schokolade kommt, die wir im Jahr über konsumieren? Was wissen wir über den Kakao, der den Rohstoff bildet für unsere Schokolade? Wie wird Kakao geerntet? Wer arbeitet auf den Kakaoplantagen?

In Indien arbeiten hunderttausende Kinder in Steinbrüchen – viele unter Schuldknechtschaft. Mit den Steinen, die aus diesen Steinbrüchen nach Europa exportiert werden, werden hier Fußgängerzonen gepflastert, Arbeitsplatten für Küchenmöbel werden daraus hergestellt oder man verwendet sie als Grabsteine.

Als Folge des Genozids in Ruanda leben dort heute rund 70.000 Kinder in sogenannten Kinderhaushalten. Diese Kinder besuchen keine Schulen, diese Kinder müssen tagtäglich arbeiten, um ihr eigenes Überleben zu sichern.

Zehntausende Kinder werden in verschiedenen afrikanischen Staaten als Kindersoldaten rekrutiert. Durch ihre Einsätze als Kindersoldaten werden sie traumatisiert, haben kaum noch Chancen, ein normales Leben zu führen.

Die in der UN – Kinderrechtskonvention festgelegten Grundsätze über die Rechte des Kindes gelten für alle Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres. Darauf haben sich die Vertragsstaaten geeinigt und ausdrücklich in diesem Übereinkommen festgelegt, dass diese Rechte und Freiheiten ohne Unterscheidung, etwa nach „der Rasse, der Hautfarbe, dem Geschlecht, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, dem Vermögen oder dem sonstigen Status“ gelten.

Ein Vortrag, kombiniert mit einer Lesung aus dem Buch von Reiner Engelmann: Schlaglicht – Zur Lebenssituation von Kindern hier und anderswo. Das Buch beleuchtet das vielschichtige Thema „Kinderarbeit heute“.

Über den Autor Reiner Engelmann

Quelle: Reiner Engelmann
Reiner Engelmann gehört zu den erfahrenen und engagierten Autoren, die auch in der Vermittlung nach außen wirken.
Er wurde 1952 in Völkenroth im Hunsrück geboren und wuchs dort in einer, wie er damals meinte, unberührten Natur auf. Erst später erkannte er die von den in den Wäldern verborgenen Militär- und Raketenstationen ausgehende Gefahr und engagierte sich in der Friedensbewegung. Nach Realschule und Lehre studierte Engelmann auf dem zweiten Bildungsweg Sozialpädagogik und arbeitete in verschiedenen sozial-pädagogischen Einrichtungen (Kinder- und Jugendheim, Kinderhort, Kindertagesstätte, Schulen).

Als 1992 in Deutschland der Fremdenhass neu entbrannte und Menschen, die hier lebten, wieder Angst haben mussten, begann Reiner Engelmann damit, Texte namhafter deutscher und ausländischer Autorinnen und Autoren zu einer Anthologie zusammen zu stellen , die große Beachtung erfuhr. Ihr folgten zahlreiche weitere Bücher zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen, die er als Autor oder als Herausgeber veröffentlichte. Seine Bücher zeichnen sich dadurch aus, dass „Große Wörter“ wie etwa Krieg, Frieden, Umweltzerstörung oder Menschenrechtsverletzungen für den Leser erfahrbar und nachvollziehbar gemacht und in die eigenen
Lebenszusammenhänge gerückt werden.

Buch-Cover

Reiner Engelmann (Autor)/Bernadette Boos (Illustrationen): Schlaglicht.
Zur Lebenssituation von Kindern – hier und anderswo,
Edition Kettenbruch, Ulm/Stuttgart/Aachen, 180 Seiten,
Dezember 2016, 11,90 Euro (lieferbar)

Kinderarbeit – des einen Freud – des anderen Leid
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