Von der Kunst, in Deutschland anzukommen

 

 

 

 

 

 

 

 

eine Konzertlesung von und mit Urs M. Fiechtner und Sergio Vesely

Donnerstag 1. Juni, 18:30 Uhr

Foyer der Volksbank Ulm-Biberach

Olgaplatz 1, 89073 Ulm

Eintritt frei

Im Rahmen der Vortragsreihe der Stiftung Menschenrechtsbildung.

In Kooperation mit Amnesty International Ulm.


Zwei Künstler, zwei Kontinente und über 40 Jahre gemeinsame Kultur- und Menschenrechtsarbeit.

Fiechtner und Vesely erzählen mal amüsante, mal haarsträubende Geschichten aus ihrem Werdegang und dem (politischen) Kulturleben: Warum Verleger Kraken sind. Wieso Vesely sein erstes Konzert in einem Sarg gab. Oder Fiechtner seinen ersten Auftritt als Kindersoldat hatte. Wieso man von der Schule fliegen und den Verfassungsschutz aufmerksam machen kann, weil man ein Amnesty-Schülergruppe gründet. Warum Mirko, Marko und Murko die Deutschstunde scheiße finden, aber nur, bis der Autor ihnen das Kamasutra erklärt. Was ein Flüchtling als „Anmelde-ado“ erlebt und warum er einen Schock in Darmstadt bekommt. Warum man in Südamerika denkt, dass Deutsche Kultur nur aus Volkswagen plus Wurst besteht. Und in Sachsen auch. Warum der Autor seinen Hund aus dem sibirischen Husky in das deutsche Schäferhund übersetzen muss und warum Amnesty-Veranstaltungen auch mal recht merkwürdig sein können. Warum der Sänger keine malende Leiche ist. Und vieles mehr… Ein erfrischender und hintergründiger Abend über das deutsche Kulturleben im Allgemeinen und die Menschenrechtsbildung im Besonderen.

Quelle: Urs M. Fiechtner
Urs M. Fiechtner, geboren in 1955 in Bonn, aufgewachsen in Lateinamerika unter alten Nazis und späteren Putschisten, freiberuflicher Schriftsteller, Herausgeber und Dozent i.d. Erwachsenen- und Jugend-bildung, lebt in der Nähe von Ulm. Fiechtner publiziert seit Mitte der 70er Jahre Prosa, Lyrik und Sachtexte – darunter auch Jugendbücher (u.a. Annas Geschichte) – und wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausge-zeichnet. In Ulm gehört er zu den Gründern des Behandlungs-zentrums für Folteropfer. Bei Amnesty International ist er seit 1970 in vielen verschiedenen Funktionen engagiert (wofür er von der Schule flog).

 

 

Quelle: Sergio Vesely
Sergio Vesely, geboren 1952 in Santiago de Chile schrieb seine ersten Lieder und Gedichte als politischer Gefangener in den Konzentrationslagern der Militärdiktatur. In Deutschland, das ihn als Flüchtling aufge- und dessen Staatsangehörigkeit er angenommen hat, veröffentlichte er zahlreiche Platten mit vertonten Gedichten und hat als Co-Autor an vielen Büchern mitgearbeitet (u.a. Geschichten aus dem Niemandsland, Im Auge des Jaguars) darunter auch an Jugendbüchern. Er lebt heute in der Nähe von Stuttgart als Musiker, Autor und bildender Künstler.

 


Das Buch “Mit Möwenzungen in der Mehrzweckhalle” ist in der Edition Kettenbruch erschienen.

Verlagsinfo

Veranstaltungsflyer als PDF zum Download

Konzertlesung: Mit Möwenzungen in der Mehrzweckhalle