Quelle: Fotolia
Informations- und Diskussionsabend über Abschiebungen nach Afghanistan

Informations- und Diskussionsabend über die Abschiebungen nach Afghanistan
mit Dr. Citha D. Maaß und Wolfgang Grenz

Donnerstag, 11. Mai, 18:30 Uhrim Forum der Volksbank Ulm-Biberach, Olgaplatz 1, 89073 Ulm

Eintritt frei


„Die Bedrohungslage für Zivilisten hat sich in Afghanistan nicht wesentlich geändert.“ So erklärte das Bundesinnenministerium die im Dezember 2016 begonnene Praxis, Menschen aus Afghanistan, deren Asylanträge abgelehnt worden waren, „zurückzuführen“. Aber wie sicher ist ein Land, in dem 2016 laut der Vereinten Nationen über 11.000 Zivilisten getötet oder verletzt wurden, ein Drittel davon Kinder? Folgerichtig schreibt denn auch das Auswärtige Amt: „Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.“

Für die Betroffenen ist ihre Abschiebung also eine Reise „zurück ins Land der Traumata“, wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ im Februar 2017 schrieb.

Wir wollen die Situation mit zwei Experten analysieren und diskutieren, nach Hintergründen und Konsequenzen fragen.

Damit eröffnen wir auch eine Veranstaltungsreihe, die sich einmal monatlich kritisch, aufklärend, diskursiv mit zentralen Menschenrechtsthemen auseinandersetzt.


Dr. Citha D. Maaß ist Politologin und arbeitete von 1990-2011 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin. Sie studierte 1975-1977 und 1982-1986 an der J. Nehru University, Neu Delhi. Von 2002 bis 2005 war sie in Afghanistan an der Vorbereitung der Wahlen beteiligt. Innerhalb der SWP-Forschungsgruppe Asien lag ihr Schwerpunkt auf den Konflikten in Afghanistan, Pakistan und Kaschmir.

Dr. Citha D. Maaß hat sich freundlicherweise kurzfristig bereit erklärt, für Marc Thörner einzuspringen, der ursprünglich für die Veranstaltung angekündigt war, dann jedoch absagen musste.

Wolfgang Grenz war von 1979 bis 2011 hauptamtlich bei Amnesty International Deutschland für Asylrechtsfragen zuständig und zählt heute zu den renommiertesten ehrenamtlichen Experten in diesem Bereich; die taz nannte ihn “den integersten Menschen in der deutschen Asylszenerie”. Von 2011 bis 2013 war Wolfgang Grenz als Generalsekretär von Amnesty International Deutschland tätig. Er ist Gründungsmitglied von Pro Asyl und Vorstandsmitglied der UNO-Flüchtlingshilfe.

Veranstalter:

Ulmer Stiftung Menschenrechtsbildung, Bündnis Menschenrechtsbildung e. V., Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis e. V., Amnesty International Ulm/Neu-Ulm und Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e. V.

Spenden:

Wenn Sie die Veranstaltungsreihe mit Ihrer Spende unterstützen möchten, benutzen Sie bitte das Spendenkonto des Bündnis Menschenrechtsbildung e. V. Wir stellen Ihnen steuerabzugsfähige Spendenquittungen aus:

Bündnis Menschenrechtsbildung e. V.
IBAN: DE14 6309 0100 0130 8510 00
BIC: ULMVDE66XXX
bei der Volksbank Ulm-Biberach eG

„Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.“ (Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland)