Diktatoren als Türsteher Europas

Wie die EU ihre Grenzen nach Afrika verlagert

Informations- und Diskussionsabend mit Christian Jakob und Simone Schlindwein

Dienstag, 23. Oktober, 18:30 Uhr

Forum der Volksbank Ulm-Biberach, Olgaplatz 1, 89073 Ulm

Eintritt frei

Quelle: kartoxjm / Fotolia
Europa zieht seine Grenzen durch Afrika. Migrationskontrolle ist in der EU zu einer Frage von höchster innenpolitischer Bedeutung geworden. Mit Hochdruck baut sie daher ihre Beziehungen zu den Regierungen auf dem afrikanischen Kontinent aus. Diese sollen ihre Bürger daran hindern, nach Europa zu gelangen. Die EU bietet dafür Militär- und Wirtschaftshilfe in Milliardenhöhe. Bei all dem arbeitet die Union mit Regimen zusammen, die schwere Menschenrechtsverletzungen begehen, und bildet deren Polizei und Armeen aus. Die Bewegungsfreiheit in Afrika wird eingeschränkt, Entwicklungshilfe wird umgewidmet und an Bedingungen geknüpft: Wer Migranten aufhält, erhält dafür Geld. Am meisten profitieren IT-Unternehmen sowie Rüstungs- und Sicherheitskonzerne in Europa.

 

 

Seit Jahren recherchieren Simone Schlindwein und Christian Jakob zur neuen europäischen Afrikapolitik. An diesem Abend stellen sie ihre Ergebnisse vor.

Christian Jakob ist seit 2006 Redakteur der tageszeitung (taz). Für seine Bericht-erstattung zur Asylpolitik wurde er 2015 für den Journalistenpreis „Der lange Atem“ nominiert. 2016 erschien sein Buch „Die Bleibenden“, eine Geschichte der Flüchtlings-bewegung in Deutschland.

Simone Schlindwein war von 2006 bis 2008 Moskau-Korrespondentin des Spiegel. Seit 2008 lebt sie in Uganda und arbeitet als Korrespondentin der taz für die Region der Großen Seen: DR Kongo, Ruanda, Burundi, Uganda, Zentralafrikanische Republik, Südsudan.

Veranstalter:

Ulmer Stiftung Menschenrechtsbildung in Zusammenarbeit mit Amnesty International Ulm/Neu-Ulm, Bündnis Menschenrechtsbildung e. V., Verein Ulmer Weltladen e. V., Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e. V. und Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis e. V.

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